Warum Zähneputzen nicht reicht – Meine Gesunde Zahnpflegeroutine

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Wie steht ihr zum Thema Mundhygiene? Ich war eigentlich immer Team „Zähneputzen reicht“, bis ich mich mit Zahnärztin Dr. Annette Jasper ausführlich über das Thema unterhielt. Der persönliche Kontakt mit ihr war so eine Bereicherung! Jetzt weiß ich viel besser über Stoffe wie Fluorid und Aspartam Bescheid und bringe euch heute alles bei, was ihr grob über eine gesunde Zahnpflege wissen müsst.

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Über Muskanadent

Als langjährige Zahnärztin hat Annette Jasper bereits zahlreiche Patienten behandelt und sogar selbst eine eigene ayurvedische Produktreihe entwickelt. Die Motivation für ihre Innovationen war ihre Erkrankung an Krebs, die bei ihr zu empfindlichen Mundschleimhäuten führte. Durch ihren Zustand merkte sie erst wie herkömmliche Mundpflegeprodukte ihren Mundinnenraum angriffen. Aus Not entwickelte sie daher ganz milde Rezepturen mit natürlichen Zutaten, die genauso effektiv die Zähne reinigen wie herkömmliche Zahnpflege.

Diese Produkte empfiehlt sie auch ihren Patienten in der Praxis und sieht die positiven Wirkungen quasi direkt. Ihre Produktreihe besteht aus Zahnpasta, Mundspülung, Lippenpflege, Zungengel und Zubehör. Wie und wann man diese verwendet stelle ich euch nachfolgend im Rahmen meiner Routine vor. Ich wollte diesen Post unbedingt schreiben und habe mich daher eigenständig mit Annette Jasper in Verbindung gesetzt.

Zahnpflege natürlich

In diesem Bild seht ihr nicht nur Muskanadent Produkte, sondern auch eine Bambuszahnbürste, einen Edelstahl-Reiniger für die Zunge sowie Zahnseide und Zwischenraumbürstchen, die mir Dr. Annette Jasper empfohlen hat.

 

Fangen wir also an mit zwei häufig in Zahnpasta vorgefundenen Substanzen, die besser vermieden werden sollten.

Aspartam

Diesen synthetischen Süßstoff kennt ihr sicher aus Kaugummis, Süßgetränken anderen Produkten der Lebensmittelindustrie. Aber auch in Zahnpasta kann er vorkommen.

Aspartam ist ein Mittel, welches als Zusatzstoff deklariert wird. Es hat eine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten und Stoffen, z.B. einen synergetischen und süchtig machenden Effekt in Kombination mit Glutamat. Darüber hinaus wirkt der Süßstoff hypersensibilisierend. In der Wissenschaft gibt es viele Studien zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen, doch es gibt keinen Konsens über die Toxizität von Aspartam.

Eine natürliche Alternative zu Aspartam ist Xylit. Bei Xylit handelt es sich um einen Zuckeralkohol, der aus der Birkenrinde gewonnen wird. Er hat weniger Kalorien als weißer Zucker bei der gleichen Süßkraft. Kariesbakterien können Xylit nicht verstoffwechseln, können ihn aber auch nicht von weißem Zucker unterscheiden. Vereinfacht gesagt: Xylit tötet ungewünschte Bakterien im Mundraum. Damit ist Xylit ein geeigneter Zusatzstoff für Zahnpasta.

 

Fluorid

Die Dosis ist das Gift – das scheint die zentrale Argumentation von Zahnpastaherstellern zu sein, denn fast jedes Produkt enthält zugesetztes Fluorid.

Bei Fluoriden handelt es sich um Umweltgifte, die wir über Darm- und Mundschleimhäute aufnehmen können. Eine Hälfte wird dabei abgebaut, während die andere sich in Knochen und Bindegewebe anreichert, u.a. auch im Gehirn.

Bei Untersuchungen an Tieren stellte sich heraus, dass Fluorid als Nervengift wirkt und die kognitiven Fähigkeiten reduziert. Vereinfacht gesagt: Fluorid macht dumm! Außerdem wurde es in Nazi-Zeiten in hohen Dosen im Trinkwasser der KZs beigesetzt um Menschen fügiger und unfruchtbar zu machen. Mit Fluorid ist also nicht zu spaßen.

Weitere Nebenwirkungen von zu hohen Dosen Fluorid sind:

  • Blockierung von Enzymen
  • Schwächung des Immunsystems
  • Genschädigung
  • Tumorwachstum
  • Störung der Kollagensynthese

Hinzuzufügen ist an dieser Stelle, dass Fluorid natürlicherweise in unserem Boden und unserem Grundwasser vorkommt. Hier wird also nicht das natürlich vorkommende Fluorid gemeint, sondern das synthetische Pendant. Natürliches Fluorid ist in Trinkwasser sowie verschiedenen Lebensmitteln enthalten.

„Fun“ Fact: In Belgien ist fluoridierte Zahnpasta bereits verboten.

 

Ja, Fluorid unterstützt nachweislich die Kariesvorbeuge. Aber mit welchen Nebenfolgen? Wie jede chemische Substanz kommt auch der übermäßige Konsum nicht ohne Nachfolgen aus. Die Frage ist: Ist es dir das Risiko wert? Und geht Kariesvorsorge auch ohne Fluorid?

Die Antwort: JA, ES GEHT. Wenn du die folgenden Schritte in deine Routine mit aufnimmst, kannst du deine Zähne wunderbar auch ohne chemische Zusatzstoffe vor unerwünschten Bakterien schützen.

Und zwar wie folgt.

 

Meine Morgenroutine

Morgens nach dem Aufstehen haben sich alle möglichen Bakterien auf der Zunge versammelt. Wenn du einen Schluck Wasser nimmst, beförderst du sie damit in den Magen. Natürlich sind nicht alle Bakterien schlecht, aber im Ayurveda wird empfohlen die Zunge morgens zu reinigen, bevor du etwas zu dir nimmst.

Deshalb geht es bei mir nach dem Aufstehen direkt ins Bad.

Wenn ich etwas mehr Zeit habe oder das Bedürfnis nach einer gründlicheren Reinigung verspüre, spüle ich meinen Mund zuerst 10-20 Minuten lang mit Kokosöl durch. Diesen Prozess nennt man „Ölziehen“. Dabei nimmt man 1 EL antibakterielles Öl seiner Wahl – Kokos und Sesam sind die auf Häufigsten verwendeten – in den Mund und spült ihn dann mit Kieferbewegungen durch. Währenddessen kannst du die Spülmaschine ausräumen, Wäsche machen, Instagram Nachrichten beantworten, etc.

Nur denke daran immer leichte Bewegungen im Mund beizubehalten, um den Mundraum optimal zu reinigen.

Spucke das Öl am besten in den Hausmüll aus. Kokosöl wird unter 25 Grad nämlich fest und könnte die Rohre verstopfen.

 

Nach dem Ölziehen putze ich nochmal kurz meine Zähne mit der natürlichen Zahnpasta von Muskanadent und einer Bambus-Zahnbürste.

natürliche ZahnpflegeGesunde Zahnpflege

 

Meine Morgenroutine – die schnelle Alternative

An den meisten Tagen sieht meine Routine jedoch etwas anders aus. Das Ölziehen nimmt etwas viel Zeit in Anspruch, die man manchmal einfach nicht investieren möchte. Dafür gibt es eine schnelle Alternative: Die Zunge schaben.

Nach dem Zähneputzen trage ich einen Tropfen des Muskanadent Zungengels auf und schabe mit einem Edelstahl-Reinigererst von unten nach oben, dann mehrmals von oben nach unten um die Bakterien von der Zunge zu „schaben“. Das Ganze dauert inklusive Mund ausspülen höchstens 30 Sekunden und entfernt die Bakterien sehr effektiv.

 

Die Muskanadent Zahnpasta ist mit Absicht sehr mild und nicht so scharf wie herkömmliche Zahnpasten. Einige Menschen mögen es allerdings, wenn die Zahnpasta einen anhaltenden Geschmack im Mund hinterlässt. Man fühlt sich dann so, als wäre der Atem frischer. Dafür muss aber nicht zu herkömmlicher Zahnpasta (mit chemischen Stoffen) gegriffen werden, sondern es gibt 2 Alternativen:

  1. Verwende einen Tropfen Pfefferminzöl, den du zusätzlich zur Muskanadent Zahnpasta auf deine Zahnbürste tropfst.
  2. Verwende im Anschluss an das Zähneputzen die Muskanadent Mundspülung. Dafür einfach ein paar Tropfen in einem Glas auflösen oder direkt in den Mund und ein paar Sekunden durchspülen. Frischer Atem garantiert! 😉

 

Die Mundspülung von Muskanadent wirkt basisch, während andere bekannte Marken wie Meridol der Mundflora schaden. Das mit der gesunden Mundflora könnt euch das so vorstellen: In eurem Mund leben ganz viele Bakterien, gute und schlechte. Werden gute Bakterien durch chemische Inhaltsstoffe abgetötet, nehmen die schlechten Überhand. Das führt zu Erkrankungen wie Karies. Darum ist eine rundum natürliche Mundpflege so wichtig. Sie schützt die guten Bakterien und ermöglicht damit eine langfristige Zahngesundheit.

 

Zwischendurch / am Nachmittag

Es gibt ja Leute, die auch nach dem Mittagessen nochmal die Zähne putzen. Das ist natürlich nichts Schlechtes, aber bei einer sorgsamen Zahnpflegeroutine am Morgen und am Abend nicht mehr notwendig. Man kann nach einer Mahlzeit auch einfach kurz die Mundspülung einsetzen und damit seinen Atem auffrischen. Auch wenn ihr etwas Süßes oder etwas Obst esst, eignet sich die Mundspülung zur anschließenden Mundreinigung.

 

Meine Abendroutine

Abends sieht meine Routine etwas anders aus als am Morgen. Schließlich isst man den ganzen Tag über verschiedene Lebensmittel, die manchmal unbemerkt Rückstände zwischen den Zähnen hinterlassen. Oft verstecken sich diese Rückstände an Stellen, an die die Zahnbürste nicht herankommt. Die Folgen könnt ihr euch sicher ausmalen.

 

Step 1: Zähne putzen.Und zwar besonders gründlich. Jede Seite des Mundinnenraums sollte gleich viel Aufmerksamkeit geschenkt bekommen – innen, außen, von oben, von unten.

 

Step 2: Zahnzwischenraum-Bürstchen

Mit diesen speziellen kleinen Bürstchen kommt man an die Stellen ran, die eine grobe Zahnbürste nicht erreichen kann. Am besten dazu nach dem Zähneputzen einmal in alle Zwischenräume stecken und hin- und her-bürsten.

 

Step 3: Zahnseide

Zahnseide kann als Alternative zu Zahnzwischenraum-Bürstchen verwendet werden. Meistens entscheide ich mich für Zahnseide, vor allem wenn ich unterwegs bin. Dr. Annette Jasper empfiehl mir in unserem Gespräch aber ausdrücklich die kleinen Bürstchen, da sie gründlicher reinigen können.

Annette Jasper hat mir eine ganz bestimme Zahnseide (Sunstar “Expanding Floss”) und Zwischenraum-Bürstchen empfohlen. Diese erkennst du auf dem Produktbild ganz oben in diesem Blogpost.

 

Et voilá!

Ich hoffe dieser kleine Exkurs in natürliche Mundpflege hat euch etwas mehr Klarheit verschafft. Man lernt ja ständig dazu und die Bekanntschaft mit Dr. Annette Jasper hat mir zu einem Quantensprung im Bereich Mundhygiene verholfen.

 alles was ihr grob über eine gesunde Zahnpflege wissen müsst.

Gib mir mehr!

Wenn ihr euch noch genauer mit dem Thema Zahngesundheit auseindersetzen möchtet, empfehle ich euch ihr Buch „Verzahnt“. Neben vielen Beispielen aus der Praxis erklärt Annette in einfachen Worten, worauf man bei Zahnnpflege achten sollte. Ihr Ansatz ist ganzheitlich, d.h. sie bezieht auch mentale/seelische Gesundheit und Ernährung mit ein. Die Zähne sind immer nur ein Teil eines Gesamtsystems, das innere Wechselwirkungen aufweist. Da ich mich leidenschaftlich mit ganzheitlicher Gesundheit auseinandersetze, war das Buch für mich eine höchst lehrreiche Lektüre aus einer für mich neuen Perspektive – nämlich die einer langjährigen, sehr erfahrenen Zahnärztin.

Dr. Annette Jasper beschäftigt sich zusätzlich mit Yoga und Meditation und bindet die daraus gewonnenen Einsichten in ihre Praxis als Zahnärztin ein. Ihren spannenden Weg von der Krebserkrankung zur Heilung hat sie im Buch „Yoga sei Dank“ dokumentiert. Man kann von dieser wundervollen Frau so vieles lernen und ich bin so dankbar für diese Zusammenarbeit.

 

Danke fürs Lesen & gute Gesundheit!

 

Bei Fragen schreibt mir gern auf Instagram oder als Kommentar unter diesem Post.

 

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